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CD-Diagnose

Prüfen gebrannter CDs

Jedes Preßwerk besitzt Prüfsysteme, um während der Produktion einzelne CDs stichprobenartig zu testen. Dem Computeranwender bleibt nur, die CD-Rs in seinem CD-Laufwerk zu lesen. Die Shareware CD-R Diagnostic verhilft ihm dabei zu differenzierteren Erkenntnissen als `geht´ oder `geht nicht´.

Die CD-R ist fast zu Ende gebrannt, da popt plötzlich eine Fehlermeldung der Brennersoftware auf den Bildschirm. Mit einem herzhaften `Sch...´ klicken Sie auf OK und haben den Rohling im Geiste schon abgeschrieben, da meldet das Brennprogramm: `Schreiben der CD-R erfolgreich abgeschlossen´. Ist das Backup einer Arbeitswoche nun in Ordnung oder nicht?

Das Shareware-Programm CD-R Diagnostic testet CDs nicht nur auf ihre logische Konsistenz (Dateisystem), sondern prüft auch das physische Vorhandensein der in den Verzeichnissen referenzierten Dateien. Obendrein versucht CD-R Diagnostic Dateien von beschädigten CD-Rs und CDs zu retten, indem es sie auf Festplatte kopiert. Besonders diejenigen, die inkrementelle Backups im UDF-Format auf CD-R oder CD-RW schreiben, werden erfreut sein, daß CD-R Diagnostic auch Daten von unlesbar gewordenen UDF-Discs retten kann. Ebenso vermag das Programm auch auf Dateien in älteren Sessions zuzugreifen.

Die Prüfung der logischen Konsistenz beinhaltet zum einen das logische Format der Disc. In einem Fenster zeigt das Diagnoseprogramm Anzahl und Beginn von Sessions, Tracks und Lead-out(s) an. Diese Informationen stammen aus der TOC (Table of Contents), die im Lead-in-Bereich vor dem eigentlichen Track untergebracht ist. Wenn eine TOC vorhanden ist, dann war das Brennen der CD-R schon sehr weit gediehen.

Wird eine CD-ROM im Track-at-once-Modus geschrieben, so zeichnet der Brenner die TOC erst nach dem oder den Track(s) auf. Muß er aber schon das Schreiben der Daten abbrechen, gelangt die TOC in der Regel nicht mehr auf die CD-R. Eine solche CD wird von einem normalen CD-Laufwerk gar nicht erkannt.

Enthält die CD eine TOC, ist auch zumindest der Anfang des Datentrack lesbar. Dort sind bei der CD im ISO-9660-Dateiformat die Verzeichnisstrukturen untergebracht. In seinem nach Windows-Explorer-Art gestalteten Hauptfenster listet CD-R Diagnostic die Dateien der Disc auf.

Bis hierher weiß man noch nichts darüber, ob die Daten physisch wirklich vorhanden sind. Es wäre wünschenswert, daß spätere Versionen in der `Explorer´-Anzeige diejenigen Dateien markieren, die entweder nicht vorhanden oder fehlerhaft sind.

Zur Zeit ist diese Information noch schwer auffindbar. Zuerst muß in den Grundeinstellungen des Programms das Häkchen bei `Show Analysis File Details´ gesetzt sein. Daraufhin erzeugt die Funktion `Error Summary´ ein Logfile, das eventuelle Fehler bei einzelnen Dateien enthält.

`Error Summary´ liest mehr oder weniger die gesamte Oberfläche der CD bei abgeschalteter Fehlerkorrektur (der CD-ROM-Ebene nach Yellow Book), um die nicht korrigierbaren Fehler (die sogenannten E32) der Hardware-Fehlerkorrektur zu zählen. Wie wir in [1] ausgeführt haben, kann eine solche Messung keine allgemeine Qualitätsaussage treffen, weder über die der CD-R noch über die des Brenners, der die CD-R beschrieb. Vielmehr zeigt das Meßergebnis eines Testlaufs, wie gut das benutzte Laufwerk genau diese CD-R bei genau diesem Testlauf lesen konnte.

CD-R Diagnostic ist ab Installation 30 Tage lang benutzbar. Leider ist die unregistrierte Version zusätzlich eingeschränkt: Nur bis zu fünf verloren geglaubte Dateien oder Verzeichnisse lassen sich retten. Andererseits können verlorene Daten leicht mehr als die 30 Dollar Registrierungsgebühr wert sein.